Wer fährt schon ins Sickingerland -
ins Wallhalbtal? Niemand, - eigentlich schade. Oder auch gut so:
Weitgehend unbekannt reiht sich das Wallhalbtal in die Reihe der
touristisch unentdeckten Perlen ein.
Gelegen im Städtedreieck zwischen Pirmasens, Kaiserslautern und
Zweibrücken ist die Gegend von den Hauptverkehrsadern und der damit
verbundenen Kultivierung weitgehend verschont geblieben. Hier ist
Bauernland. Das war schon im Mittelalter so, als der kriegerische Franz
von Sickingen Herr im Land war. Heute unternimmt man große Anstrengungen
das Wallhalbtal als Wander- und Ferienregion bekannt zu machen. Die
Voraussetzungen sind allemal gegeben.
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Mühlenromantik: Der
Mühlenweg erstreckt sich über 25 Kilometer zwischen
Thaleischweiler-Fröschen und Landstuhl. Er führt an 13 Mühlen vorbei,
die immer wieder Sehenswertes oder Erholendes bieten. Ein paar Beispiele:
Rosselmühle: Die ehemalige Knochenmühle gehört zu den ältesten Mühlen in
der Region. Obwohl seit 15 Jahren nicht mehr im Betrieb, ist sie heute
immer noch voll funktionstüchtig und wird als lebendiges Mühlenmuseum
genutzt. Der besondere Reiz einer Besichtigung ist hier die Information
aus erster Hand: Das mittlerweile betagte Müllerehepaar erzählt den
Besuchergruppen sachkundig vom Müllerhandwerk. Öffnungszeiten: nach
Vereinbarung mit den Müllersleuten.
Kneispermühle: Beliebtes Waldgasthaus inmitten des Tales. Anlaufpunkt für Wanderer, Motor- und Fahrradfahrer. Biergarten, jeden
Donnerstag Schlachtfest. Mittwoch Ruhetag.
Weihermühle: Ebenso beliebtes Ausflugslokal - vor allem für Familien. Mit großzügigem Spielgelände und dem
Ponyhof. Hier können Ponys und Pferde zum Ausritt durch das Tal gemietet werden.
Wallhalber Mühle: Im Ortskern von Wallhalben gelegen. Das Wasser wurde
in einem 2,5 Kilometer langen Graben hergeschafft. Heute ist nur noch
die traditionsreiche Bäckerei in Betrieb.
Wasserschaupfad: Er beginnt
nur wenige Meter hinter der Weihermühle und führt zu den Quellen des
Odenbachs. Freilich bringen die ersten Kilometer des Weges nur die
Geologen ins Schwärmen. Für Normalsterbliche ist es einfach eine
Wanderung entlang des Bachlaufs, vorbei an verschiedenen
Forellenzuchten, einigen interessanten Felsformationen und Schautafeln.
Erst bei Annäherung an den "Kessel" kommt auch er ins Schwärmen: Hier
wird es wildromantisch. Zwischen den Fichten liegen riesige mit Moos
bewachsene Felsbrocken, als wären sie von einem Riesen vergessen worden.
Der Weg schlängelt sich nur noch Pfadbreit zum Kessel hoch. Die immer
bizarrer werdenden Felsformationen werden durch die Quellen des
Odenbaches durchtrennt, die sich hier mal als Kaskade, mal als
Wasserfall ihren Weg bahnen. Der Kessel, man sagt früher auch mal Versteck für Räuber und Herumtreiber macht Spaß: Zum Picknicken, zum anschauen, Fotografieren, Rasten. Und an warmen Tagen erfrischen sich nicht nur Kinder unter dem Wasserfall.
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