


Historiker zählen die Ludwigskirche in einem Atemzug mit der Dresdner Frauenkirche und dem Hamburger Michel auf. Seltsam, dass die beiden letzt genannten wesentlich mehr Besucher zählen. Denn auch die Ludwigskirche ist einen ausgiebigen Besuch wert. Fertig gestellt und eingeweiht wurde die Ludwigskirche 1775. Nach mehrmaligen Restaurierungsarbeiten fiel aber auch die Ludwigskirche dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Bis auf einige Reste der Außenmauern wurde sie vollständig zerstört.
Der Wiederaufbau ist bis heute nicht abgeschlossen: Auffallend fehlt die typische weiße Farbe der Barockkirche, die heute wohl kein Saarbrücker mehr begrüßen würde. Zu sehr hat man sich an die braune Farbe gewöhnt. Logischerweise ist die Ludwigskirche das Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken.
Der die Ludwigskirche umgebende Platz, der Ludwigsplatz, wird von den "Stengel Häusern" umrahmt, die sich, noch in Teilen erhalten, bis hoch zum Schloss ziehen. Dazwischen die katholische Friedenskirche. Das alles wurde als Gesamtkonzept im Barock von Stengel geplant und gebaut. Heute dienen die Häuser den verschiedensten Aufgaben: Staatskanzlei, Polizei.... Berühmt berüchtigt ist die Kneipe 'Fürst Ludwig'. Seit Generationen war sie Treffpunkt der Schüler umliegender Schulen. Die junge Generation trifft sich da morgens immer noch, während die Ehemaligen abends über Aktuelles plauschen.Das Saarbrücker Schloss erinnert ebenfalls an die Bauweise von Stengel. Ist ja auch kein Wunder, da er der Baumeister von Fürst Ludwig, der Saarbrücken wohl wie kein anderer Herrscher geprägt hat, war. Die ursprüngliche mittelalterliche Wasserburg wurde aber mehrmals umgebaut. Bis sie ihr jetziges Aussehen gefunden hat. Der letzte Umbau fand 1989 statt: Der Mittelrisalit in moderner Glas-Stahl-Konstruktion war anfangs sehr umstritten. Mittlerweile haben sich die Saarbrücker aber nicht nur daran gewöhnt, sondern finden ihn richtig schick. Der Schlossplatz wird von weiteren barocken Bauten umgeben. Neben dem alten Rathaus laden auch hier mehrere Bistros zum Verweilen ein.Artikel von Hihawai, bei Hihawai veröffentlicht am 17.01.2005 um 09:55 Uhr
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