Die Insel Kos in Griechenland liegt bei den deutschen Urlaubern voll im Trend: Die Besucherzahlen sind schon wieder gestiegen. Und das trotz Schuldenkrise und Krawallnachrichten. Die kommen allerdings vom Festland und nicht von den Inseln. Denn dort freuen sich die Griechen mehr denn je über den Geld bringenden Besucherstrom und die Gäste werden mehr denn je verwöhnt. Also auf nach Griechenland, zum Beispiel auf die Insel Kos:
Weitere Bilder


Kos besitzt die Vorzüge einer richtigen Ferieninsel: Es gibt nicht viel zu besichtigen. Abgesehen vom
Asklipion, der alten Tempel- und Kuranlage gibt es kaum etwas, was eine ordentliche Besichtigung lohnt und länger als zwei Stunden dauert. So verweist Kos gerne darauf, die Insel des Hippokrates zu sein. Der hat immerhin die Grundlagen der heutigen Medizin geschaffen und die angehenden Ärzte schwören noch immer den "Eid des Hippokrates". Heute gibt es davon noch besagtes
Asklipion und eine Platane im Herzen von
Kos Stadt zu sehen. Die Platane ist ein altes müdes Ding, dem die Biologen mit einem Augenzwinkern zugestehen, dass es über 2000 Jahre alt sein könnte. Wem dem so wäre, könnte auch die Legende stimmen, dass Hippokrates selbst sie gepflanzt hat. Wie dem auch sei: Heute hat die Platane fast immer 3 bis 4 Urlauber zu Besuch, die den alten Baum bewundern, die Platane und sich davor fotografieren. Auch wenn man auf den Fotos meist nur das Gerüst, das die Äste der Platane stützt, erkennen kann. Aber viel wichtiger für eine richtige Ferieninsel: Außer ganz im Osten von Kos gibt es (fast) nur Sandstrände.
Anreisen und Rumreisen auf Kos:
Natürlich kann man Kos auch individuell und mit der Fähre erreichen. Aber am einfachsten geht es mit den
Pauschalreisen nach Kos. Dank der Größe, der länglichen Form der Insel und der Plazierung des Flughafens in die nahezu Inselmitte kann der dankbare Pauschalurlauber mit kurzen Transferzeiten zu den
Hotels auf Kos rechnen.
Der gleiche Umstand macht auch das Herumreisen auf Kos einfach: Eine Straße quer durch und kurze Abfahrten zu den einzelnen Orten und Stränden. Am meisten Spaß macht das mit einem Motorroller, den man sich fast überall mieten kann.
Keine Langeweile:
Wem das Animationsprogramm seines Hotels nicht gefällt, hat auf Kos trotzdem genug zu sehen und zu tun, so dass ihm auch in 3 Wochen nicht langweilig wird. Wer über die Insel fährt findet viele kleine und manchmal sogar richtig abgelegene Tavernen mit griechischer Herzlichkeit und netten Wirten, die die Grundlagen ihrer Gerichte vom Bauer nebenan beziehen.
Kos Stadt selber mit seinem quirligen Geschäfts- und Nachtleben ist sicher auch mehrere Ausflüge und Bummel wert. Es gibt Schiffausflüge auf die benachbarten Inseln und zum Shopping in die Türkei nach Bodrum. Sehr zu empfehlen ist auch ein Ausflug auf die
Vulkaninsel Nissiros. Und nicht zu vergessen die
Embros Therme.
Wer genug Touristen gesehen hat, der kann abends nach Pyli flüchten. Dorthin verirren sich nur wenige Touristen. Es gibt aber auch nicht wirklich etwas zu sehen: Bei Tag wirkt der Dorfplatz antiseptisch und kahl. Heimelig wird es erst, wenn man abends auf der Terrasse eines der Restaurants sitzt und sich bei Kerzenschein die griechischen Köstlichkeiten auf der Zunge vergehen lässt.
Wildromantisch präsentiert sich Alt-Pyli: Die Ruinen des Dorfes stehen einsam und verlassen auf einem Berghang. Der Aufstieg kostet einiges an Schweiß. Oben angekommen kann man zwischen den überwucherten Mauern herumstöbern. Überall liegen die Exkremente der Bergziegen herum. Man hört sie auch. Aber die scheuen Tiere lassen sich nicht blicken. Eine beeindruckende Atmosphäre. Die Aussicht zum Meer versperren die Ruinen der alten Burg. Der Aufstieg liegt versteckt auf der Nordwest Seite. Wer ihn findet und schafft, dem bietet sich ein traumhafter Blick über die ganze Inselwelt auf der Nordseite von Kos: Kalimnos, Pserimos, die kleine Insel Plati.
Links