wenn in der Nacht zum 1. November Monster, Hexen und Zauberer durch die Straßen ziehen, grauenhafte Fratzen in Kürbisform in den Fenstern stehen, dann ist wieder Halloween. Im Kulturpark Bliesbruck-Reinheim geht man noch weiter zurück: das keltische Neujahrsfest, das Samhain Fest steht an.
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Gelände der römischen Villa im Kulturpark Bliesbrück-Reinheim Bildrechte: in
Reisefotografie
Halloween, das Fest, das viele grauselich finden, an dem Kinder und Menschen als Hexen und Monster verkleidet durch die Straßen ziehen, an Türen klingeln und Süßes oder Saures rufen, kam aus Amerika zu uns. Vielen Europäern ist es zu poppig, zu amerikanisch. Was ist nur aus dem stillen Trauertag Allerheiligen am 1. November geworden?
Samhaim: Die Mutter des Halloween Festes
Nun, verfolgt man die Wurzeln des Halloween Festes stellt man fest, dass die keltisch geprägten Iren das Samhain Fest nach Amerika gebracht haben. Während das Samheim Fest in Europa vergessen bzw von dem kirchlichen Allerheiligen Fest verdrängt wurde, lebte es in Amerika in Gestalt des Halloween Festes weiter und ist von dort zu uns zurückgekommen. Back to the Roots sozusagen. Aber keiner kennt es mehr.
Um an die Ursprünge des Samhain Festes zu erinnern, hat der Kulturpark Bliesbruck-Reinheim das Samhain Fest vor einigen Jahren wiederbelebt. Auch dieses Jahr wird wieder gefeiert.
Wenn also in der Nacht zum 1. November das Tor zur Zwischenwelt aufgeht, die Toten und Lebenden zusammen auf Erden wandern, zusammen feiern, zusammen essen, dann ist der Kulturpark vielleicht einer der besten Orte um das Samheim Fest mit zu erleben. Anfangszeiten und das aktuelle Programm findet ihr unten bei den Links.
Samhaim und der Kürbis
Schon die Kelten verzierten Gemüse mit Furcht erregenden Gesichtern und höhlten sie aus. Natürlich kannten sie noch keine Kürbisse. Man nahm anderes Gemüse. Im Saarland hat sich die Tradition des Rummelbooze (Futterrüben) Schnitzens lange erhalten. Natürlich findet auch diese Tradition ihren -Weg auf das Festprogramm des Samhaim Festes.
Ein großes Feuer wird entfacht. Stockbrot grillen wird ein toller Spaß für Jung und Alt.
Im Keltenhaus werden Öllaternen angezündet; einer Märchenerzählerin entführt die Besucher in ferne Fantasiewelten.
In der Abenddämmerung startet ein Fackelzug beim Keltendorf. Ziel ist das Fürstinnen Grab, das mit Schweden Feuer mystisch in Szene gesetzt wird. Der Gabentisch wird gedeckt und die Ahnen gewürdigt. Dann wird zusammen gegessen. Mit Gulasch an Kastanien und Karotten, sowie Linsensuppe mit Brot aus dem Lehmbackofen findet das Samhain Fest seinen Ausklang.
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