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Rom - Der Trevi Brunnen

Der Trevi Brunnen ist Publikumsmagnet in Rom. Spätestes seit Anita Eckberg in das süße Leben (La Dolce Vita) hier badete. Die Geschichte des Brunnens reicht aber weit bis ins Altertum zurück. Kleine Brunnenzeitreise:
Der Trevi Brunnen

Nach der Seeschlacht mit Kleopatra erholten sich Agrippa und seine Soldaten in den Sabiner Bergen. Eine Jungfrau zeigte dem Feldherrn eine versteckte Quelle mit besonders reinem Wasser. Dieses Wasser muss Wunder gewirkt haben, denn, und ab hier ist die Geschichte belegt, Agrippa lies im 19. Jahrhundert vor Christus ein 26 Kilometer langes Aquädukt bauen, dass dieses Wasser aus den Bergen nach Rom brachte. Es speiste zunächst nur die von ihm erbauten Thermen, später drei Wassertröge. Möglicherweise stammt der Name daher.

Die Wasserleitung ist bis heute in Betrieb, wenngleich mit Unterbrechungen: lies Papst Nikolaus V die Leitung restaurieren und wieder in Betrieb nehmen. Wie lange kein Wasser floss, ist nicht bekannt. Damals wurde ein einfaches Wasserbecken installiert, dass aus drei Wasserspeiern gefüllt wurde.

Papst Urban VIII fand dises Becken zu einfach. Vor allem, da gleichzeitig die zwei Flügel des Palastes der Grafen Conti di Poli entstanden. Urban wollte neben der weltlichen Pracht nicht zurückstehen. Der berühmte Bernini wurde mit dem Ausbau beauftragt. Dieser konnte sein Werk aber nicht vollenden, da der Papst mitten in der Bauphase verstarb und sein Nachfolger keinen Wert auf - zumindest diesen - Brunnen legte.

Erst 1732 fand Papst Clemens XII wieder Interesse an diesem Projekt. Er veranstaltete eine Ausschreibung. Diese gewann der kaum bekannte Nicola Salvi gegen die damals renommierte Konkurrenz mit der Idee den Brunnen in Form eines Barocktheaters mit Felslandschaft und den Meersebewohnern Poseidon, zweier Tritonen mit Pferden und Muscheln. Alles aus Marmor und Travertin, einem Kalkstein aus der Region. Der Brunnen verdeckte zudem einen Großteil des Palastes der Grafen Conti di Polli, deren Protest natürlich zurückgewiesen wurde.

Rund um den Brunnen befinden sich jede Menge Bistros, Souvenirhändler und Bars. Natürlich hat man ein entsprechendes Preisniveau etabliert: Der Trevi Brunnen ist einer der Hauptanziehungspunkte Roms. Und wenn die Touristen jährlich schon 600.000 Euro in den Brunnen werfen, nur um es einem Film nachzumachen, ist die Denkweise der ansässigen Händler nur verständlich.

Brunnen und Brauch wurden durch den Oscar prämierten Film "Drei Münzen im Brunnen" populär. Zu Weltruhm kam der Trevi Brunnen dann durch seinen berühmtesten Badegast: Anita Eckberg im Film "La Dolce Vita": Die nächtliche Badeszene erlangte Weltruhm und mit ihm der Brunnen. Als Marcello Mastroianni, der Regisseur 1996 starb trauerte ganz Rom. Weiße Rosen schwammen auf dem Wasser des Trevi-Brunnens, der Mittelteil war mit einem Tuch verhüllt.

Wer jetzt aber denkt, er kann es Anita gleichtun oder sein Reiseportemonnaie als Münzangler im Trevibrunnen aufbessern, muss mit hohen Strafen rechnen: Die Vorschriften der Stadt Rom sind mittlerweile bis in das kleinste Detail ausformuliert. Und wer in Italien schon einmal falsch geparkt hat, weiß dass die Strafen hoch sind. Für die Durchsetzung sorgt das Polizeiaufgebot, das aber nicht vor den flinken Taschendieben schützt, die sich abends im Gedränge ihr Geld verdienen.

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Artikel von Hihawai, bei Hihawai veröffentlicht am 11.02.2011 um 16:56 Uhr
Letzte Änderung: 08.09.2011 um 10:11 Uhr
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