Was auf Maui die Straße nach Hana, ist auf Mallorca ein Ausflug auf der MA-2210 zum Cap de Formentor. Start der kurvenreichen Strecke ist "Port de Pollenca". Schon nach wenigen Kilometern erreicht man den ersten Aussichtspunkt: Der "Mirador Es Colomer". Steigt man hier aus, hat man erst einmal einen schönen Ausblick zurück auf die Bucht von Pollenca. Erklimmt man jedoch die Treppenstufen hoch zum Bergrücken, stockt einem der Atem.

Wild und steil erstreckt sich die
Felsenküste in beide Richtungen. An einigen Stellen traut man sich kaum,
seinen Kopf über die Brüstung zu strecken, um einen Blick auf das 200
Meter tiefer liegende Meer zu erhaschen. So klettert man von einer
Terrasse zur nächsten und bleibt unwillkürlich immer wieder stehen - so
unterschiedlich sind die Eindrücke von den unterschiedlichen Standorten.
Dabei sind es doch bloß immer wieder Steine, Meer und Himmel.
Weiter geht die Fahrt durch
Kieferwälder, was wahrscheinlich ein wenig langweilig wäre, wenn da
nicht die vielen Kurven und unübersichtlichen Stellen wären.
Formentor
selbst ist eigentlich nur ein gebührenpflichtiger Parkplatz, ein
wunderschöner Strand und ein Hotel. Das ist allerdings wieder eine
Paralelle zu Hana auf Maui. Auch dort liegt eines der besten und
renommiertesten Hotels - versteckt in so einem abgelegenen Winkel.
Wieder geht es in die Berge
hinein. Die Wälder verschwinden und bald taucht ein rießiger Felsen
mitten auf der Straße auf. Der Fels heißt "Fumat" und der Tunnel der da
hindurchführt, würde bei einem ADAC Tunnelsicherheitstest mit ziemlicher
Sicherheit in keiner einzigen Kategorie auch nur einen einzigen Punkt
erreichen. Beim Überlegen, ob man da wirklich durchfahren soll, lohnt
ein Blick von der Klippe: Die Bucht "Cala Figuera" (nicht mit dem gleichnamigen Ort verwechseln) gehört zu den
malerischsten der Insel.
Am
Ende dann der Leuchtturm. Bei gutem Wetter kann man bis nach Menorca
sehen. Man kann auch den Fußweg zum Meer runter klettern oder am Kiosk
einfach nur eine Erfrischung kaufen.
Auf dem Rückweg sollte man an den
Aussichtspunkten anhalten, die man auf dem Hinweg ausgelassen hat. Davon
gibt es genug. Die beste Anreisezeit ist vor allem in der Hauptsaison -
eher abends, da es dann weniger Verkehr gibt. Da ein Ausflug zum Cap de
Formentor ein Muss für die meisten Urlauber ist, kommt es schon mal zu
einem richtigen Stau.
Reisebericht von Hihawai, bei Hihawai veröffentlicht am 01.08.2010 um 20:00 Uhr
Letzte Änderung: 01.08.2010 um 20:07 Uhr
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